Wird das Hantavirus über die Luft übertragen?
Das Hantavirus ist nicht in dem Sinne luftübertragen wie COVID-19 oder Masern. Es wird über Aerosole übertragen, die entstehen, wenn getrocknete Nagetierausscheidungen (Urin, Kot, Speichel) aufgewirbelt und lokal in der Luft verteilt werden — etwa beim Fegen einer mit Nagetieren befallenen Hütte oder beim Saugen trockener Ausscheidungen. Der 'luftgetragene' Anteil der Übertragung ist also kurzreichweitig und an bestimmte Umweltbedingungen gebunden und nicht in gemeinsam genutzten Räumen über die Zeit einatembar, wie es bei klassischen respiratorischen Erregern der Fall ist. Die Ausnahme beim Andes-Virus betrifft engen, längeren Kontakt zwischen Menschen und ist ebenfalls keine klassische respiratorische Tröpfchen- oder Aerosolübertragung. Eine ausreichende Lüftung (mindestens 30 Minuten geöffnete Fenster vor Betreten einer geschlossenen Hütte) senkt das Risiko wirksam.