Hantavirus vs. Ebola: zwei Viren mit hoher Sterblichkeit im Vergleich
Hantavirus und Ebola haben beide alarmierende Letalitätsraten, unterscheiden sich aber in Übertragung, geografischer Verbreitung und Ausbruchsdynamik.
| Metric | hantavirus | ebola |
|---|---|---|
| Erregerfamilie | Hantaviridae | Filoviridae |
| Hauptreservoir | Nagetiere (artspezifisch) | Flughunde (vermutet); weitere Primaten |
| Mensch-zu-Mensch-Übertragung | Selten (nur Andes, enger Kontakt) | Ja — über Körperflüssigkeiten |
| Letalitätsrate | 30-40 % (Andes-HPS) | 25-90 % (Ebola Zaire 50-90 %) |
| Inkubation | 2-8 Wochen | 2-21 Tage |
| Impfstoff | International keiner zugelassen | Ja — Ervebo (rVSV-ZEBOV) zugelassen |
| Therapie | Ausschließlich unterstützende Intensivmedizin | Monoklonale Antikörper Inmazeb / Ebanga; unterstützend |
| Größere Ausbrüche | Argentinien 1996 (El Bolsón), USA 1993 (Four Corners) | Westafrika 2014-2016 (28.000 Fälle, 11.000 Todesfälle), DR Kongo 2018-2020 |
| Pandemiegeschichte | Nie | Mehrere regionale Ausbrüche; nie globale Pandemie |
Verdict
Ebola ist zwischen Menschen ansteckender als das Hantavirus und hat deutlich größere Ausbrüche verursacht (Zehntausende Fälle gegenüber Hunderten beim Hantavirus). Die hohe Letalität des Hantavirus wird durch sehr begrenzte Mensch-zu-Mensch-Ketten relativiert. Beide gelten als Bedrohungen 'mit hoher Konsequenz und geringer Wahrscheinlichkeit', die Überwachung verlangen, aber keine Panik.
Sources
Last update May 7, 2026 · ⚠ Not medical advice.